Feuerwehr Chronik - Neuses

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Feuerwehr Chronik

Feuerwehr

Neuses-Stöckach 1883-2013

Verfasser: Roland Kühn

Ergänzt von: Karl Heinz Pröger / Jürgen Lober

1. Gründung der Wehr

Die Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stöckach wurde offiziell am 29. November 1883 gegründet. Das Gründungsdatum findet sich im ältesten Protokoll- buch. Ferner wird es nachgewiesen durch die Eintragungen in der sogenannten Stammliste, dem Mitgliederbuch. Zum amtlichen Gründungsdatum gibt es noch ein anderes, nach dem sich die Wehr bei der Feier von Jubiläen stets richtete. Dieses Datum findet sich auf einem Bild, auf dem die damaligen Mitglieder der Wehr abgebildet sind. Es stammt aus dem Jahre 1934 und wurde anläßlich des 50jährigen Bestehens der Wehr am 10. Juli 1934 enthüllt. Es enthält als Gründungsdatum den 3. Juni 1884. Eine Erklärung für dieses abweichende Datum ist wohl darin zu suchen, daß die eigentliche Gründung erst Ende November, also schon gegen Jahresende erfolgte. Die Tätigkeit der Wehr setzte vermutlich erst im Frühjahr oder Sommer 1884 ein. Unabhängig von dieser Annahme bleibt aber die Tatsache, daß der erste Verwaltungsrat der Freiwilligen Feuerwehr Neuses-Stöckach bereits in der Gründungsversammlung vom 29. November 1883 gewählt wurde. Er bestand aus folgenden Mitgliedern:
- Matthias Bauer, Kunstmühlenbesitzer, als Vorstand
- Andreas Erkel, Okonom, als Kommandant
- Michael Horneber, Privatier, als Adjudant und Schriftführer
- Paulus Binder, Ökonom, als Kassier
- Martin Eckert, Ökonom, als Spritzenmeister
- Peter Gastner, Ökonom, als Zeugwart
- Johann Weiß, Tagelöhner, als Obersteiger
Nach der bereits erwähnten Stammliste waren folgende Männer Gründungsmitglieder der Wehr: Matthias Bauer, Andreas Erkel, Michael Horneber, Johann Weiß, Paul Binder, Martin Eckert, Peter Gastner, Georg Weber, Michael Göß, Fritz Gsänger, Johann Bauer, Johann Müller, Matthias Müller, Michael Rupprecht, Georg Spanner, Leonhard Ruffertshöfer, Johann Höfler und Friedrich Wening.

2. Die Entwicklung der Wehr von der Gründung bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (1883 -1918).

Von der Gründung an war die Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stäckach bestrebt, einsatzbereit und schlagkräftig den Dienst am Nächsten zu erfüllen. Die politische Gemeinde Weinzierlein, zu der Neuses und Stöckach von 1808 bis 1978 gehörten, sorgte für die Anschaffung von Löschgeräten und für die sonstige Ausrüstung, während sich die Aktiven ihre Uniformen teilweise selber anschaffen mußten, soweit es Mütze und Bluse betraf. Helme und Gurte bezahlte die Wehr aus ihrer Kasse, wobei der Privatier Michael Horneber ein Darlehen zur Verfügung stellte.

Die ersten Einsätze nach der offiziellen Gründung erfolgten am 13. Juli1884 bei Georg Schweiger in Ammerndorf und im Jahre 1886 bei MichaelFliehr in Stöckach.

Mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses im Jahre 1885 erhielt die Wehr schon kurze Zeit nach ihrer Gründung die für die weitere Entwicklung wichtigste Anlage. Dieses Gebäude, das im Laufe der Jahrzehnte nur wenige bauliche Veränderungen erhielt, stand bis zum Jahre 1982, ehe es nach fast einem Jahrhundert dem Neubau des heutigen Gerätehauses weichen mußte. Auf dem Titelblatt der Festschrift zum 9Ojährigen Bestehen im Jahre 1974 ist es zur Erinnerung in einer Zeichnung festgehalten.
In den Jahren 1886, 1889, 1893 und 1896 fanden jeweils Inspektionen durch den Bezirksfeuerwehrvertreter Brandstätter aus Cadolzburg statt. Diese Inspektionen der Wehr liefen zur großen Zufriedenheit aller Beteiligten ab. In jenem Zeitraum wurde die Wehr zu folgenden Brandeinsätzen gerufen:
- 1887 bei Georg Lindner in Weinzierlein
- 1889 Pfarrhausbrand in Ammerndorf
- 1893 bei Insenhöfer in Stöckach
- 1894 bei Schinnagel in Roßtal
Hatten von der Gründung an zunächst nur Männer aus Neuses der Wehr angehört, so traten später auch Bürger aus Herboldshof, Kernmühle undStöckach als aktive Mitglieder bei, so 1891 und 1894 Friedrich Wening und Georg Wening vom Herboldshof, 1892 und 1894 Johann Rupprecht undJohann Müller von der Kernmühle sowie 1896 und 1897 Johann Michael Fliehr, Johann Hörlein, Andreas Ruffertshöfer und Johann Eckstein ausStöckach.

Der Verwaltungsrat, mit Vorstand Matthias Bauer und Kommandant Andreas Erkel an der Spitze, wurde in den Jahren zwischen 1886 und 1907 in dreijährigem Turnus.ständig wiedergewählt. Nur auf den übrigen Positionen gab es einige Umbesetzungen. Das 25jährige Bestehen der Wehr gab Anlaß zum ersten Feuerwehrfest im Jahre 1909. Uber das genaue Datum des Festes und über seinen Verlauf gibt es leider keine Aufzeichnungen, doch weisen im Kassenbuch folgendeVermerke darauf hin:

Einahmen: Eintritt an Jubiläumsfeier 29,--Mark
für Festabzeichen 13,--Mark
Ausgaben: Musik erhielt 90,--Mark
für Zimmererarbeit an Festplatz 611,--Mark

Im Jahre 1910 gab es mehrere Veränderungen in der Führungsspitze. Zunächst wurde am 23. Januar 1910 Matthias Bauer wieder zum Vorstand gewählt. Durch seinen plötzlichen Tod im Juni 1910 wurde eine Neuwahl erforderlich, die am 8. August 1910 Peter Gastner für sich entschied. Der langjährige wirkende Gründungskommandant Andreas Erkel erhielt am 23. Januar 1910 Johann Bauer als Nachfolger.

Im Zeitraum zwischen 1904 und 1910 waren fünf größere Einsätze erforderlich, bei denen sich die 1902 angeschaffte mechanische Schubleiter sehr bewährte. Es handelte sich im einzelnen um einen Brand in Buttendorf (1904), um den Brand des Anwesens von Johann Liehret in Buttendorf (1906), um zwei Scheunenbrände in Ammerndorf (1909) und um einen Scheunenbrand in Neuses im Jahre 1910. Der Erste Weltkrieg (1914-1918) hemmte die Arbeit der Wehr erheblich, weil die meisten Kameraden zum Kriegsdienst gerufen wurden. Einige von ihnen kehrten von den Kriegsfronten nicht zurück und starben als Soldaten fern der Heimat. Trotz zahlenmäßig geringer Kräfte erhielt jedoch die Wehr auch dank des Einsatzes älterer Kameraden während des Krieges ihre Einsatzfähigkeit. So wird vermerkt, daß am 13. Februar 1916 morgens um vier Uhr in der Kernmühle Feueralarm gegeben wurde. Die Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stöckach beteiligte sich an den Löscharbeiten mit 20 Mann. Die Mühle brannte bis auf die unteren Wohnräume vollständig nieder, und acht Tage lang mußten noch Brandwachen gestellt werden.

3. Die Wehr in schwierigen Zeiten (1919-1949)

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde am 2. März 1919 ein neuer Verwaltungsrat gewählt. Dabei blieb Peter Gastner Vorstand. Zum neuen Kommandanten wählten die Mitglieder Leonhard Kolb. Weitere Dienstgrade: Adjudant Andreas Kolb, Steigerzugführer Michael Erkel, SpritzenführerGeorg Schönecker, Kassier Adam Bär, Schriftführer Hans Bauer, Zeugwart Fritz Gsänger, Spritzenmeister Johann Höfler und Schlauchführer Fritz Ostertag.

Die folgenden Jahre brachten wegen der zunehmenden Inflation auch für die Wehr schwere Zeiten. Betrugen die Ausgaben laut Kassenbuch im Jahre 1921 noch insgesamt 96,20 M, so stiegen sie im Jahre 1922 auf 27632 M. 1923 gar mußte z.B. für das Ausbessern eines Feuerwehrrockes 3000 M und für die Reparatur der Feuerspritze 7000 M bezahlt werden. Als die Inflation endlich vorbei war, hatte die Feuerwehrkasse Anfang 1924 noch einen Bestand von 19,60 RM. Nach diesen Krisenjahren ging es allmählich wieder aufwärts. So bekam die Wehr 1928 ihre erste Motorspritze, die viele Jahre zuverlässig ihren Dienst tat. Inzwischen war Johann Höfler 1924 als Nachfolger von Peter Gastner zum Vorstand gewählt worden, während Leonhard Kolb weiter als Kommandant wirkte.

Nach der Machtergreifung Hitlers am 30. Januar 1933 begann auch für die Organisation der Freiwilligen Feuerwehren die sogenannte »Gleichschaltung«. Zunächst konnte aber die Wehr am 10. Juli 1934 unter großer Anteilnahme der Wehren aus dem Landkreis und der örtlichen Bevölkerung ihr 5ojähriges Bestehen feiern. Leider sind auch über dieses Fest keine Aufzeichnungen vorhanden.

Am 18. Februar 1934 war folgende gewählte Vorstandschaft im Amt:
Vorstand Andreas Kolb, Kommandant Leonhard Kolb, Adjudant Peter Ruffertshöfer, Steigerzugführer Paulus Brunner, SpritzenzugführerHans Müller, Motorspritzenführer Matthias Bauer, Schlauchhaspelführer Konrad Kettner und Schriftführer Hans Bauer.

Schon am 12. Januar 1936 erfolgte durch Anordnung der Bezirksbehörden der Zusammenschluß der drei Ortsfeuerwehren Buttendorf, NeusesStöckach und Weinzierlein zur »Gemeindefeuerwehr Weinzierlein«. Der bisherige Vorstand Andreas Kolb wurde zum Ehrenvorstand ernannt. Das Vorstandsamt blieb dann bis 1955 unbesetzt. Johann Müller, noch 1934 zum Kommandanten gewählt, wurde nun zum Abteilungsführer für Neuses bestimmt, doch schon am 6. Mai 1936 übernahm Konrad Kettner diese Funktion.

Über das Geschehen in der Wehr während des Zweiten Weltkrieges (1939-1945) enthalten die Protokollbücher leider keine Einträge. Es ist jedoch bekannt, daß auch Feuerwehrmänner aus Neuses und Stöckach in den Jahren 1943 - 1945 nach schweren Bombemangriffen in Nürnberg zu Lösch- und Aufräumnungsarbeiten eingesetzt wurden. Die meisten Aktiven im wehrpflichtigen Alter mußten aber an den Fronten Kriegsdienst leisten. Mehrere Kameraden kehrten nicht in die Heimat zurück, weil sie Opfer des Krieges wurden.

Mühsam war der Anfang nach dem Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieges. Nur in ganz kleinen Schritten könnte der Aufbau der Wehr beginnen. Nach Konrad Kettner übernahm Leonhard Kolb 1946 das Amt des Kommandanten. Er leistete dabei wertvolle Aufbauarbeit.
Erst die Währungsreform vom 20. Juni 1948 brachte geordnete finanzielle Verhältnisse, die auch für die bessere Förderung der Wehr eine Basis schuf. Mit der Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 entstand die Bundesrepublik Deutschland

4. Die weitere Entwicklung bis zur Gemeindereform (1950-1978)

Der Wiederaufbau Deutschlands auf dem Gebiet der Bundesrepublik führte mit der Verbesserung der wirtschaftlichen Verhältnisse auch zum Aufbau der Freiwilligen Feuerwehren durch die politischen Gemeinden. Der damalige Bürgermeister der Gemeinde Weinzierlein, Johann Schwab aus Stöckach, setzte sich ebenso wie sein ab 1964 amtierender Nachfolger Hermann Thummerer für die Verbesserung der Ausrüstung der Wehren ein.

Ab 1955 wurde das seit 1936 unbesetzte Amt des Vorstands mit Konrad Müller besetzt. Leonhard Kolb blieb bis 1960 Kommandant. Sein Nachfolger war von 1960 bis 1962 Alois Bayer.

Im Jahre 1959 feierte die Freiwillige Feuerwehr Neüses-Stöckach ihr 75jähriges Bestehen in sehr schlichter Form. Auch über dieses Fest enthält das Protokollbuch keine weiteren Angaben.

Von 1962 bis 1980 leitete Franz Distler als Kommandant die Wehr. Er setzte sich in seiner Amtszeit vor allem für verstärkte und verbesserte Ausbildung der Aktiven ein. Hierfür boten die vom Beginn der sechziger Jahre an durchgeführteh Leistungsprüfungen ein wichtiges Motiv. Der Ubungsbetrieb wurde verstärkt. Dazu kamen zusätzliche wichtige Ubungen anläßlich der jährlichen Brandschutzwoche im Herbst. Aber auch die Pflege der Kameradschaft wurde durch Ausflüge und gesellige Veranstaltungen gefördert.

Ende 1969 bestand die Wehr aus 53 aktiven Mitgliedern, davon 42 aus Neuses und 11 aus Stöckach. Zu einem glanzvollen Höhepunkt in der Geschichte der Wehr wurde das Fest der Fahnenweihe, das in der Zeit vom 19. bis 21. Juni 1970 in Neuses stattfand. Das vorbildlich organisierte und von herrlicher Witterung begünstigte Fest gestaltete sich zu einem unvergeßlichen Erlebnis für die Bevölkerung beider Orte. 48 Feuerwehren

aus dem Landkreis Fürth und aus den Nachbargebieten nahmen am Festzug und an dem großen Festakt teil. Als Patenwehr fungierte die Freiwillige Feuerwehr Wintersdorf-Leichendorf. Den Festgottesdienst mit Fahnenweihe hielt Pfarrer Rudolf Schmidt aus Ammerndorf. Schirmherr der sehr gelungenen Festveranstaltungen war Landrat Heinrich Löffler. Ansprachen hielten auch Kreisbrandinspektor Georg Schwab aus Rehdorf und Bürgermeister Hermann Thummerer. Dem Fest der Fahnenweihe war auch die erste Festschrift gewidmet, die von der Wehr herausgegeben wurde. Sie enthielt eine Chronik der Wehr und orts- geschichtliche Darstellungen über Neuses und Stöckach.

Bei der Neuwahl des Verwaltungsrates am 28. Dezember 1970 schied Konrad Müller nach fünfzehnjähriger Tätigkeit als Vorstand aus. Zu seinem Nachfolger wählten die Mitglieder Alois Bayer. Wiedergewählt wurden Kommandant Franz Distler, Kassier Karl Rupprecht und Schriftführer Ernst Jarosch. Wegen seiner besonderen Verdienste bei der Planung und Durchführung der Fahnenweihe sowie der Gestaltung der Festschrift wurde Roland Kühn zum Ehrenmitglied der Wehr ernannt.

In der Nacht vom 27./28.12.1970 brannte in Neuses die Scheune von Leonhard Bär. Durch raschen Einsatz der Wehr unter Leitung von Kommandant Distler konnte verhindert werden, daß das Feuer auf die anderen Gebäude übergriff.

In der Jahreshauptversammlung am 8. Januar 1972 wurde der langjährig frühere tätige Kommandant Leonhard Kolb zum Ehrenkommandanten und der ebenfalls langjährig wirkende frühere Vorstand Konrad Müller zum Ehrenvorstand ernannt. Für seine großzügige Förderung der Wehr wurde Richard Häberle in einer Mitgliederversammlung am 23. Juli 1972 zum Ehrenmitglied ernannt. In der gleichen Veranstaltung erhielt Kommandant Franz Distler eine Urkunde für seinen sehr erfolgreichen zehnjährigen Einsatz in dieser Funktion. Theo Rupprecht wurde für seine vorbildlichen Leistungen als Maschinist mit einer Urkunde ausgezeichnet. Im Rahmen eines Kameradschaftsabend fand am 19. Januar 1973 die Ehrung langjährig aktiver Feuerwehrkameraden durch Landrat Dr. Sommerschuh, Kreisbrandrat Schwab und Bürgermeister Thummerer statt.

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 50 oder 40 Dienstjahre erhielten Hans Eckstein, Georg Werthner, Hans Brunner, Georg Ostertag, Simon Müller und Thomas Peter. Für 25 Jahre Dienstzeit wurden Johann Bär, Leonhard Bär, Karl Oppek und Georg Insenhöfer mit dem Feuerwehr Ehrenzeichen in Silber ausgezeichnet.
Am 3. Januar 1974 wurde die Wehr zu einem Brandfall nach Ammerndorf gerufen. Hier hatte ein Brandstifter eine Scheune und einen Lagerschuppen angezündet. Wochenlang waren in dieser Zeit Brandwachen erforderlich, um Anschläge des Unbekannten möglichst zu verhindern bzw. im Entstehungsstadium zu ersticken.

Zu einem weiteren erinnerungswürdigen Ereignis wurde das große Fest, das aus Anlaß des 90jährigen Bestehens der Wehr Neuses - Stöckach in der Zeit vom 17. bis 20. Mai 1974 gefeiert wurde.
41 Feuerwehren aus dem Landkreis Fürth und aus den angrenzenden Gebieten nahmen daran teil. Wie bei der Fahnenweihe fand das Fest bei glänzendem Wetter statt. Schirmherr des Festes war Landrat Dr. Sommerschuh. Unter den Ehrengästen befanden sich MdL Schnell, MdL Tauber, Ehrenkreisbrandrat Georg Schwab und Kreisbrandrat Alfred Gronau. In An- sprachen würdigten Landrat Löffler, Bürgermeister Thummerer und Kresibrandrat Gronau die Jubiläumswehr. Eine Festschrift mit Beiträgen zur Geschichte der beiden Orte und der beiden Orte und der Wehr, verfaßt von Ehrenmitglied Roland Kühn, erschien zum Jubiläum. Der Festausschuß mit Vorstand Bayer, Kommandant Distler und den Ehrenmitgliedern Häberle und Kühn sowie dem gesamten Verwaltungsrat führte das Fest durch sehr gute Vorbereitung, sinnvolle Organisation und vorzügliche Mitarbeit aller Aktiven zu einem großen Erfolg.

Zum 90jährigen Bestehen im Jahre 1974 zählte die Wehr 47 aktive Mitglieder, 4 Ehrenmitglieder und 16 passive bzw. fördernde Mitglieder. Am 7. Juni 1975 erfolgte die Wahl des Kommandanten-Stellvertreters. In diese Funktion trat Hermann Schmutzer als Nachfolger von Otto Oppek. Als Ausdruck des guten Einvernehmens der Mitglieder aus den beiden Orten erwies sich ein Kameradschaftsabend, der am 5. Juli 1975 in der Maschinenhalle des Kameraden Insenhöfer in Stöckach abgehalten wurde. Den Kameraden Fliehr und lnsenhöfer wurde dabei für die gute Organisation dieser Veranstaltung besondere Anerkennung ausgesprochen.

Am 13. November 1975 wurde die Wehr zu einem Brandfall nach Ammerndorf gerufen, bei dem unter Leitung von Kommandant Distler entscheidende Mithilfe an der Bekämpfung des Brandherdes geleistet werden konnte.

Bei der Neuwahl des Verwaltungsrates am 28. Dezember 1975 wurde Herbert Kursawe als Nachfolger von Alois Bayer zum Vorstand gewählt. Kommandant blieb Franz Distler, Stellvertreter Hermann Schmutzer. Ende 1975 zählte die Wehr 52 Aktive, davon 38 aus Neuses und 14 aus Stöckach. Im Jahre 1976 mußte die Wehr zweimal zu Einsätzen nach Buttendorf ausrücken. Ein Einsatz galt dabei der Eindämmung eines Stallbrandes, der andere erforderte Löscharbeiten beim Brand eines Geräteschuppens. Vom guten Ausbildungsstand im Jahre 1976 legten mehrere Leistungsprüfungen höherer Stufen Zeugnis ab.

Der Geselligkeit diente wieder die 1975 eingeführte »Stöckacher Kärwa« in der Maschinenhalle Insenhöfer. Als sehr günstig erwies sich der Wechsel vom langjährigen Vereinsiokal »Zum Bibertgrund« zum neuen Vereinslokal »Zur Eiche«. Vereinswirt und Mitglied Hans Kiefel und seine Frau zeigten sich der Wehr gegenüber außerordentlich aufgeschlossen und zuvorkommend, was sehr zur Harmonie in der Wehr beitrug.

Im Mittelpunkt eines harmonischen Kameradschaftsabend am 8. Januar 1977 im Gasthaus »Zur Eiche« stand die Ehrung von langjährig dienenden Feuerwehrkameraden. Landrat Dr. Sommerschuh überreichte das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für 4ojährige Dienstzeit an Hans Christ und Georg Miederer. Die Auszeichnung in Silber für 2sjährige Dienstzeit erhielten Kommandant Franz Distler, Alois Bayer, Georg Kettner, Georg Ostertag jun. und Alfons Tolksdorf.

Am 21. Januar 1978 erfolgte die Übergabe eines neuen Löschgruppenfahrzeuges vom Typ TSF durch Bürgermeister Hermann Thummerer. Das neue, komplett ausgerüstete Fahrzeug im Wert von 45.000 DM stellte eine wesentliche Verstärkung der Einsatzkraft der Wehr dar. Im Beisein von Bürgermeister Karl Schubert (Roßtal) und Kreisbrandrat Alfred Gronau bezeichnete Bürgermeister Thummerer bei der Ubergabe das neue Fahrzeug als »Geschenk zum Andenken an die alte Gemeinde Weinzierlein«.

5. Die Wehr beim Markt Roßtal (1978-1993)

Am 1. Mai 1978 erfolgte die Eingliederung von Neuses und Stöckach sowie von Herboldshof und der Kernmühle in den Markt Roßtal, weil die seit 1808 bestehende politische Gemeinde Weinzierlein im Zuge der Gemeindege- bietsreform aufgelöst wurde.

An der Jahreshauptversammlung am 29. Dezember 1978 nahm erstmals Bürgermeister Karl Schubert aus Roßtal teil. Er versicherte, daß er sich für den Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Neuses und für den Bau eines Löschwasserbtjnkers in Stöckach einsetzen werde.

Am 17. Februar 1979 fand ein Kameradschaftsabend statt, in dessen Verlauf die Ehrung langjährig dienender Feuerwehrkameraden durch Landrat Dr. Sommerschuh vorgenommen wurde. Im Beisein von Kreisbrandrat Gronau, Bürgermeister Schubert und Kreisbrandmeister Herbst überreichte Landrat Dr. Sommerschuh das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold für eine Dienstzeit von 40 Jahren an Georg Insenhöfer. Das Feuerwehr Ehrenzeichen in Silber für 25jährige Dienstzeit erhielten Willi Bär, Hans Fliehr, Fritz Lober, Franz Deubel und Hans Werthner. Im Laufe des Jahres 1979 legten weitere Gruppen verschiedene Stufen der Leistungsprüfung erfolgreich ab. Außerdem absolvierten mehrere Mitglieder den Grundstufenlehrgang in Würzburg.

Starke Veränderungen ergab die Neuwahl des Verwaltungsrates in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 3. Februar 1980. Neubesetzt wurden alle Positionen bis auf Kassier Karl Rupprecht und Zeugwart Gerhard Ostertag. Zum Vorstand wählten die Mitglieder Ernst Jarosch. Hermann Schmutzer übernahm die Funktion des Kommandanten und Werner Bär wurde zum Schriftführer gewählt.

Erstmals nahm die Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stöckach eine Patenschaft zur Fahnenweihe bei der Freiwilligen Feuerwehr Groß- und Kenweismannsdorf im Mai 1980 an. Seitdem bestehen freundschaftliche Beziehungen zwischen den beiden Wehren. Im Oktober 1980 legten drei Gruppen Leistungsprüfungen verschiedener Stufen ab.

Die Jahreshauptversammlung am 2. Januar 1981 wurde mit der Ehrung mehrerer Feuerwehrkameraden für langjährige Dienstzeit verbunden. Land- rat Dr. Sommerschuh überreichte in Gegenwart von Kresibrandrat Gronau und Bürgermeister Schubert das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber für 25jährige Dienstzeit an Ernst Auerochs, Hans Eckstein, Theo Rupprecht und Herbert Kursawe. Bürgermeister Schubert berichtete, daß noch in diesem Jahr für Stöckach ein Löschwasserbehälter installiert werden soll.

Am Himmelfahrtstag 1981 konnte in Stöckach für diesen Löschwasserbehälter (Löschbunker) bereits Richtfest gefeiert werden. Bürgermeister Schubert überreichte dabei erstmals im Auftrag des Marktrates Roßtal Erinnerungskrüge an die Jubilare Ernst Auerochs, Hans Eckstein, Theo Rupprecht und Herbert Kursawe. Kommandant Schmutzer übernahm Organisation und Begrüßung für die harmonische Veranstaltung. Einige Zeit später wurde die Baumaßnahme fertiggestellt.
In einer Mitgliederversammlung am 24. Juli 1981 erfolgte die Wahl von Günter Zimmermann zum Vorstand. Er löste Ernst Jaorsch ab, der nach nur kurzer Amtszeit zurückgetreten war.

Ganz stark im Zeichen des Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses stand das Jahr 1982. Der von Architekt Alfred Eppendörfer geplante Bau begann am 13. April 1982 mit dem Erdaushub durch die Firma Moser. Am 9. Mai 1982 fand die Grundsteinlegung statt, die von Bürgermeister Karl Schubert vorgenommen wurde. Genau einen Monat später konnte schon das Richtfest gefeiert werden.

Während der Baurbeiten blieb der Übungsbetrieb aufrechterhalten, obwohl von den Mitgliedern viele freiwillige Arbeitsstunden für den Gerätehausbau geleistet wurden. So legten im Oktober 1982 wieder drei Gruppen

Leistungsprüfungen ab. Bei der Aushändigung der Leistungsabzeichen teilte Kommandant Hermann Schmutzer mit, daß nun jedes aktive Mitglied der Wehr ein Leistungsabzeichen besitzt. Die höchste Leistungsstufe 111/5 erwarben bei dieser Prüfung Kommandant Hermann Schmutzer, Oberlöschmeister Otto Oppek, Georg Götz, Andreas Kolb und Gerhard Ostertag.

Das wichtigste Ereignis im Jahre 1983 war natürlich die Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses am 10. Juni 1983 in Neuses. In Anwesenheit zahlreicher Gäste, darunter Landrat Dr. Sommerschuh, Kreisbrandrat Gronau, die Mitglieder des Marktrates Roßtal mit Bürgermeister Schubert, 2. Bürgermeister Hutter und 3. Bürgermeister Schmidt sowie Abordnungen der Feuerwehren aus dem Roßtaler Marktbereich und aus Wintersdorf, stellte Pfarrer Rudolf Schmidt das stattliche Zweckgebäude unter Gottes Schutz und Segen. Grußworte sprachen Landrat Dr. Sommerschuh, Kreisbrandrat Gronau und die Vertreter der Fraktionen im Marktrat. Bürgermeister Schubert übergab das Gebäude nach einer kurzen Festansprache, in der er die zahlreichen freiwilligen Arbeitsstunden der aktiven und passiven Mitglieder besonders würdigte. Nach der Schlüsselübergabe stellte Kommandant Hermann Schmutzer die Baugeschichte dar. Dabei teilte er mit, daß durch freiwillige Arbeitsleistungen rund ein Drittel der Baukosten von 300.000 DM erbracht wurde. Mit einem gemeinsamen Essen im neuen Gebäude wurde die Einweihung abgeschlossen.

Schon am 20. August 1983 fand für die Mitglieder der Wehr und deren Angehörige im neuen Feuerwehrgerätehaus ein Grillessen statt, das großen Anklang fand und der Pflege der Kameradschaft diente. Mehr und mehr wurde das Gebäude zum Mittelpunkt von Veranstaltungen, weil das Gast- haus »Zur Eiche« nach einem Besitzerwechsel nur noch kurze Zeit als Vereinslokal diente. Inzwischen hat die Gastwirtschaft ihren Betrieb eingestellt. Markt Roßtal und Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stöckach stellten daraufhin den Schulungsraum des Gerätehauses als Probelokal für den Männergesangverein Neuses zur Verfügung. Zahlreiche Mitglieder des Gesangvereins gehören im übrigen auch der Feuerwehr als Aktive oder Passive an.

Im Oktober 1983 legte eine weitere Gruppe der Wehr Leistungsprüfungen ab. Der neue Kreisbrandrat Walter Rosa lobte die Einsatzbereitschaft der Wehr und stellte heraus, daß auch mehrere Jungfeuerwehrleute sich erfolgreich an der Leistungsprüfung beteiligten. Bei der Jahreeshaupt- versammlung am 5. Januar 1984 bestand die Wehr aus 47 Aktiven (32 in Neuses und 15 in Stöckach), 16 Passiven, 2 Ehrenmitgliedern und 8 fördernden Mitgliedern.

Mit einer Reihe von sehr gelungenen Veranstaltungen feierte die Wehr Neuses-Stöckach im Mai und Juni 1984 ihr 100jähriges Bestehen. Bereits am 5. Mai 1984 fand in der Schulsporthalle Roßtal ein sehr harmonisch gestalteter Festkommers statt. Dabei würdigten Landrat Dr. Dietrich Sommerschuh, Bürgermeister Karl Schubert und Kreisbrandrat Walter Rosa die Leistungen der hundert Jahre bestehenden Wehr. Der Landrat nahm die Ehrung von Feuerwehrmännern vor, die aufgrund ihrer 25jährigen Dienstzeit mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber aufgezeichnet wurden. Im Auftrag des Innenministers überreichte er diese Auszeichnung an Georg Bauer, Georg Götz, Otto Opek und Karl Rupprecht.

Der Festkommers erhielt durch die Mitwirkung des Posaunenchors Ammerndorf und die Liedbeiträge der vereinigten Gesangvereine Liederkranz Buttendorf und Männergesangverein Neuses auch schöne musikalische Akzente. Schriftführer Werner Bär führte gekonnt durch das Programm und trug in freier Form Episoden aus der langen Wehrchronik vor. Besonderen Beifall erhielten Karin Bär für den sehr gut vorgetragenen Festprolog und Christine Rupprecht für ihr Gedicht bei der Uberreichung des Bandes der Festjungfrauen. Weitere Höhepunkte stellten die Veranstaltungen vom 1. bis 4. Juni 1984 dar. So fand schon die Auftaktveranstaltung »Tag der Vereine« am Freitag viel Zuspruch.
Am Samstagnachmittag zeigten die Aktiven in einer Schauübung am Anwesen Miederer, daß sie im Ernstfall wirksame Hilfe leisten können. Sehr gut besucht war der Südtiroler Abend am Samstag. Höhepunkt des Festes war der Sonntag, der mit der Totenehrung am Ehrenmal und mit dem Festgottesdienst im großen Festzeit begann. Nach dem Gottesdienst marschierte ein kleiner Festzug durch Stöckach. Nachmittags zogen drei Festzüge mit den 53 Feuerwehr- und Vereinsabordnungen aus den Richtungen Ammerndorf, Buttendorf und Weinzierlein zum Zentrum von Neuses in das Festzeit. Hier begrüßte Vorsitzender Günter Zimmermann die zahlreichen Gäste, unter ihnen MdL Tauber und MdL Schnell, Bürgermeister Schubert als Schirmherr sowie stellv. Landrat Popp, Pfarrer Schmidt und Kreisbrandrat Walter Rosa mit seinen Kreisbrandmeistern. Den Prolog sprach Karin Eckstein. Grußworte entboten Karl Schubert, Albert Popp und Walter Rosa. Ein Zeichen der Verbundenheit mit den älteren Bürgern setzte die Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stöckach am Montagnachmittag, indem sie den über 800 Senioren und Seniorinnen aus den Altenclubs der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis das Festzeit zu einem geselligen Beisammensein überließ.

Zur Erinnerung an das große Jubiläumsfest zum 100ährigen Bestehen fand am 1. September 1984 im Feuerwehrgerätehaus in Anwesenheit von 2. Bürgermeister Georg Helmreich eine Bildenthüllung statt. Dabei wies Kommandant Hermann Schmutzer, der die Bildenthüllung vornahm, in einer kurzen Ansprache darauf hin, daß das neue Bild die Abbildungen der Aktiven im Jahr des 100jährigen Bestehens enthält. Das neue Bild stellt nach den Worten des Kommandanten die Verbindung her zu den bereits im Schulungsraum befindlichen Bildern aus den Jahren 1934 und 1960.

Mit nahezu unveränderter Vorstandschaft ging die Wehr in das zweite Jahrhundert ihres Bestehens; denn in der Jahreshauptversammlung am 4. Januar 1985 wurde 1. Vorsitzender Günter Zimmermann wiedergewählt. Die neue Position des 2. Vorsitzenden nahm Karl Heinz Pröger ein. Hermann Schmutzer blieb in der Funktion des Kommandanten. Neuer Stellvertreter wurde Georg Höng. Bestätigt wurden auch Kassier Karl Rupprecht und Schriftführer Werner Bär. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Wehr aus 45 Aktiven (30 aus Neuses und 15 aus Stöckach) und 18 Passiven sowie 2 Ehrenmitgliedern und 8 fördernden Mitgliedern.

Alle Beweise für die ständige Leistungs- und Einsatzbereitschaft der Wehr im Jahre 1985 kann gelten, daß im Mai und Oktober 1985 gleich drei Gruppen sich mit Erfolg Leistungsprüfungen unterzogen. Kreisbrandrat Walter Rosa und Bürgermeister Karl Schubert lobten die Aktiven.
Auch im Jahr 1986 legte eine Gruppe, diesmal überwiegend mit Jungfeuerwehrmännern besetzt, die Leistungsprüfung erfolgreich ab. Kreisbrandinspektor Alfred Tiefel und Bürgermeister Karl Schubert gratulierten den Prüfungen.

Einen Wechsel in der Vereinsführung gab es im Januar 1987.
Zum 1. Vorsitzenden wurde Karl Heinz Pröger gewählt und Günter Zimmerman übernahm die Funktion des Stellvertreters. In der Wehr leisteten zu diesem Zeitpunkt 48 Aktive Dienst, davon 33 aus Neuses und 15 aus Stöckach.
Dem Feuerwehrverein gehörten außerdem noch
15 Passive, 2 Ehrenmitglieder und 6 fördernde Mitglieder an.
Im Juni 1987 legte wieder eine Gruppe die Leistungsprüfung mit Erfolg ab.

Wie dem Bericht über die Jahreshauptversammlung im Februar 1988 zu entnehmen ist, herrschte auch ein reges Vereinsieben bei den Mitgliedern. So fanden Familienwandertag, Grillfest, Weihnachtsfeier, Schafkopfturnier und Faschingsveranstaltung jeweils rege Teilnahme. Ein sehr positives Bild zeichnete Kommandant Schmutzer vom Stand der Ausbildung. Insbesondere nahmen auch Aktive an Funklehrgängen und an Atemschutzlehrgängen teil. Im November 1988 legte wieder eine gemischte Gruppe Leistungsprüfungen erfolgreich ab.

Bei Leistungsprüfungen von zwei gemischten Gruppen im Oktober 1989 würdigte Kreisbrandrat Walter Rosa die erfolgreichen Feuerwehrleute. Bürgermeister Karl Schubert gratulierte und bezeichnete außerdem das Gerätehaus in Neuses als wichtig und notwendig für das ganze Dorf.

Im November 1990 nahm der neugewählte Bürgermeister von Roßtal, Maximilian Gaul, erstmals als Beobachter an der Leistungsprüfung einer gemischten Gruppe in Neuses teil. Der Bürgermeister versicherte, daß die vom Markt Roßtal für die Ausrüstung der Wehren ausgegebenen Mittel sich in vielfacher Weise rentierten, weil dafür die Bevölkerung in hohem Maße von den Feuerwehren geschützt werde.
Er dankte in Anwesenheit von Kreisbrandrat Walter Rosa den Aktiven für ihren Dienst an der Allgemeinheit und gratulierte den erfolgreichen Teilnehmern an der Leistungsprüfung.

Bei der Jahreshauptversammlung und Dienstversammlung am 23. Februar 1991 fanden Neuwahlen statt. Sie bestätigten in eindrucksvoller Weise die Stabilität der Wehr. Die fälligen Neuwahlen für den Zeitraum von 1991 - 1997 hatten folgendes Ergebnis: Kommandant Hermann Schmutzer, Stellvertreter Georg Höng.
1. Vorsitzender Karl Heinz Pröger, Stellvertreter Georg Höng (bisher Günter Zimmermann), Kassenwart Leo Zehmeister (bisher Karl Rupprecht, 28 Jahre in dieser Funktion tätig), Schriftführer Falko Höfling (bisher Werner Bär, 11 Jahre in dieser Funktion tätig). Zu Vertrauensleuten wurden Theo Rupprecht für Neuses und Hans Fliehr für Stöckach gewählt.

Zu diesem Zeitpunkt stehen 45 Mitglieder im Feuerwehrdienst. 26 Aktive gibt es in Neuses und 19 in Stöckach.

Im Mittelpunkt eines Kameradschaftsabends am 26. Oktober 1991 stand die Ehrung von zwei verdienten Feuerwehrmännern. Kommandant Hermann Schmutzer und Gerhard Ostertag erhielten aus der Hand von Landrätin Gabriele Pauli-Balleis das vom Innenminister verliehene Feuerwehr- Ehrenzeichen in Silber für eine Dienstzeit von 25 Jahren.

In kurzen Ansprachen würdigten die Landrätin, Kreisbrandrat Walter Rosa und Bürgermeister Maximilian Gaul die Dienstleistung der Jubilare. Am Nachmittag des gleichen Tages legte eine gemischte Gruppe Leistungsprüfungen ab. In der Jahreshauptversammlung am 15. Februar 1992 wurde auf Vorschlag von 1. Vorsitzenden Karl Heinz Pröger beschlossen, daß die Wehr unter Berücksichtigung des offiziellen Gründungsdatums im Jahr 1993 ihr 110jähriges Bestehen feiert. Kommandant Schmutzer berichtete, daß die Wehr zur Zeit 44 Aktive umfaßt, davon 28 aus Neuses und 16 aus Stöckach. Kreisbrandrat Walter Rosa und Feuerwehrreferent Georg Helmreich würdigten die sehr positive Entwicklung der Wehr Neuses-Stöckach. Helmreich ging dabei auch auf die über den Dienstbetrieb hinausreichende kulturelle Funktion der Ortsfeuerwehren ein. Er wies dabei auf die Feuerwehrgerätehäuser hin, die hierzu wichtige Beiträge leisteten.

Das 110jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Neuses-Stöckach wird vom 4. bis 6. Juni 1993 in einem größeren Rahmen gefeiert. es nehmen etwa 20 Feuerwehren am Jubiläumsfest teil.

Außerdem nahm die Feuerwehr im September 1991 am Bezirksfeuerwehrtag in Gunzenhausen mit einer Abordnung teil. Im Jahr 1991 verstarb unser Mitglied Johann Bär.

Im Jahr 1992 nahm die Wehr am Landkreisfeuerwehrtag in Wilhermsdorf teil. Die Eröffnungsveranstaltung am 18.09.91 zur Brandschutzwoche war erstmalig in Ammerndorf wir nahmen mit einer Abordnung von 15 Personen teil.
Am 05.10.1992 verstarb unser Oberlöschmeister Otto Oppek.

Am 18.03.1993 wurde der neue Feuerwehrhof in Roßtal eingeweiht unsere Wehr war mit einer Abordnung anwesend.
Am 4.06 - 06.06.1993 fand das 110 jähriges Jubiläum statt.

Bericht zum 110Jährigen Jubiläum.

11.07.1993 Teilnahme Landkreisfeuerwehrtag in Roßtal, im Herbst legten 2 Gruppen erfolgreich ihr Leistungsabzeichen ab.
Es verstarben unsere langjährigen Mitglieder Alfons Tolksdorf und Georg Miederer.

6. Die Entwicklung der Wehr bis zum 125 jährigen Jubiläum

1995 führte die Wehr eine Einsatzübung in der Mühle Neuses durch. Am 18.03.1995 wurden Leonhard Zehmeister, Heinz Insenhöfer, Herbert Ostertag, und Heinz Knan für 25 Jahre aktiven Dienst von Frau Landrätin Dr. Gabriele Pauli geehrt anwesende Gäste waren 1.Bürgermeister Maximilian Gaul, Kreisbrandrat Walter Rosa und Federführender Kommandant Hans Bauer.
Im Mai 1995 wurde Theo Rupprecht für 40 Jahre aktiven Dienst von stelltretenden Landrat Horst Döhler geehrt, als Gäste waren anwesend 1.Bürgermeister Maximilian Gaul, Kreisbrandinspektor Alfred Tiefel und Federführender Kommandant Hans Bauer. Im Herbst legten 2 Gruppen ihr Leistungsabzeichen ab. Weitere Höhepunkte in diesem Jahr waren der Kinderfasching,Grillfest und die Weihnachtsfeier.
1996 musste unser 2. Kommandant Georg Höng aus Altersgründen (60Jahre) zurücktreten, gewählt wurde sein Sohn Harald Höng.

Im 1997 waren Neuwahlen angesetzt:

- 1. Kommandant Karl Heinz Pröger bisher Herrmann Schmutzer
- 2. Kommandant Kurt Krause bisher Harald Höng
- 1. Vorsitzender Herbert Ostertag bisher Karl Heinz Pröger
- 2. Vorsitzender Werner Höng bisher Georg Höng
- Schriftführer Falko Höfling
- Kassenwart Leonhard Zehmeister
- Vertrauensleute Theo Rupprecht und Hans Eckstein

Am 21.6.97 legten Andreas Zehmeister, Jürgen Ostertag, Michael Bär und Thomas Miederer als erste Teilnehmer unserer Wehr die Jugendleistungsspangemit Erfolg ab. Am 06.09.97 fand unser erster Tag der offenen Tür statt, es nahmen die Wehr
aus Roßtal teil, die FFW Zirndorf war mit ihrer Drehleiter vor Ort.
Im September wurden Hans Eckstein für 40 Jahre und für 25 Jahre aktiven Dienst Helmut Miederer,Werner Bär und Horst Oerter von Landrätin Frau Dr. Gabriele Pauli geehrt, anwesende Gäste Feuerwehrreferent Georg Helmreich sowie KBR Walter Rosa und Federführender Kommandant Hans Bauer. 1. Vorsitzender Herbert Ostertag überreichte Kamerad Herrmann Schmutzer und Georg Höng für die langjährige Tätigkeit als 1. und 2. Kommandant einen Präsentkorb.
Mitgliederzahlen: 32 Aktive Mitglieder, davon 23 in Neuses und 9 in Stöckach. Dem Feuerwehrverein gehörten außerdem noch 21 passive, 17 fördernde und ein Ehrenmitglied an.

Im Jahr 1998 verstarb unser Kamerad Franz Teubel, Georg Insenhöfer und unser Ehrenmitglied Roland Kühn.
Eine Leistungsprüfung wurde mit Erfolg abgelegt.
Am 22.09.1998 Einsatz Kernmühle Schwelbrand und am 28.10.1998 Straßensperrung wegen Hochwasser.

Am 12.6.1999 bekam die Wehr durch 1. Bürgermeister Maximilian eine neue Feuerwehrpumpe und ein neues Ladegerät überreicht, anwesende Gäste waren Feuerwehrreferent Georg Helmreich sowie der 2. Kommandant aus Roßtal Helmut Freitag.

Am 23.10.1999 wurden für 25 Jahre aktiven von Frau Landrätin Gabriele Pauli die Kameraden Norbert Distler, Walter Dürrbeck, Reinhard Werthner und Reinhard Retsch geehrt, anwesende Gäste 1. Bürgermeister Maximilan Gaul, KBR Walter Rosa sowie der Ferderführender Kommandant Hans Bauer. Mitgliederzahlen 32 aktive davon 9 aus Stöckach.

Im Jahr 2000 hatte die Wehr 3 Todesfälle zu beklagen dies waren am 07.02.00 Ludwig Bauer, Hermann Christ am 22.04.00, und Falko Höfling am 18.07.2000. Wegen des Todes unseres Schriftführers gab es eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung Wahl des Schriftführers es wurde Jürgen Lober einstimmig gewählt. Herrmann Schmutzer und Walter Dürrbeck
wurden durch erreichen der Altersgrenze (60Jahre) passive Mitglieder.

2001: hatte die Wehr 2 Einsätze im April eine Ölsperre an der Kernmühle, Ursache war ein Turbinen defekt an der Mühle in Neuses, im Juli eineFahrbahnabsenkung. Am 6.Juni wurde im Rahmen zweier Fahrzeugübergaben wurde uns eine neue Tragkraftspritze übergeben.

Am 6.10.2001 wurde Andreas Kolb für 40 Jahre aktiven Dienst vom stellvertretenden Landrat Bernhard Gottbehüt geehrt, anwesende Gäste waren Kreisbrandrat Dieter Marx, 1. Bürgermeister Maximilian Gaul und 2. Kommandant Felmut Freitag von der Stützpunktwehr Roßtal.

2002: hatte die Wehr 3 Einsätze zwei davon Hochwasser und eine technische Hilfeleistung. Eine Gruppe legte das Leistungsabzeichen mit Erfolg ab.

Im Jahr 2003 waren Neuwahlen es gab keine Veränderungen, an Einsätzen wurden 2 vermerkt. Mitgliedszahlen 26 aktive davon neun aus Stöckach. Wegen einer Änderung in den Richtlinien für das Leistungsabzeichen konnte keine Abnahme durchgeführt werden.

Im Jahr 2004 wurden zwei Einsätze verzeichnet.

Im September 2005 wurden die Kameraden Peter Bauer, Werner Höng und Georg Schweiger für 25 Jahre aktiven Dienst vom stellvertretenden Landrat Bernhard Gottbehüt geehrt, anwesende Gäste waren 1. Bürgermeister Maximilian Gaul, Kreisbrandrat Dieter Marx sowie 2. Kommandant der Stützpunktwehr Martin Ungerer. Es wurde im Jahr 2005 1 Einsatz verzeichnet außerdem nahmen wir an einer Einsatzübung in Buttendorf teil. In der Dienst- und Generalversammlung wurde beschlossen das 125 jährige Jubiläum vom 29.05.09 - 31.05.09 zu feiern.

Im Jahr 2006 hatte die Wehr 4 Einsätze zu verzeichnen 2 Hochwasser Einsätze Muselbach/Bibertstraße, 1 Hochwasser Einsatz in Buchschwabach und einen Waldbrand Kernmühle.Es wurde ein Festausschuß gegründet. Mitgliederzahlen: 28 aktive davon 12 aus Stöckach

Im Jahr 2007 hatte die Wehr 2 Hochwassereinsätze in Neuses zu verzeichnen.

Jahr 2008: Am 24.01.08 brannte das Wohnhaus Herboldshof nieder, folgende Wehren bekämpften den Brand, Stein, Roßtal, Ammerndorf, Buttendorf und Neuses-Stöckach. Am 13.09.08 wurden Roland Bär, Albert Ostertag, Kurt Krause und
Karl Heinz Pröger für 25 Jahre aktiven Dienst geehrt. Anwesende Gäste waren Landrat Matthias Dießl, 1. Bürgermeister Johann Völkl, Kreisbrandrat Dieter Marx und Federführender Kommandant Rainer Wiesinger.

Im Jahr 2009 wurde das 125 jährige Jubiläum ganz groß gefeiert.

Extrabericht: Bericht Festkommers 110 Jahre

Extrabericht: Bericht Festkommers 125 Jahre

Extrabericht: Bericht Festverlauf 125 Jahre

Zeitungsbericht

5. Die Wehr beim Markt Roßtal (2009 bis jetzt)

Jahr 2010: Am 25.09.2010 wurde Kamerad Herbert Ostertag und Kamerad Leonhard Zehmeister für 40 Jahre aktiven
Dienst geehrt. Anwesende Gäste waren Landrat Matthias Dießl, 1. Bürgermeister Johann Völkl, Kreisbrandrat Dieter Marx und 2. Kommandant Frank Stegmann von der Stützpunktwehr.

Ein neues Vereinsbild wurde angefertigt und an diesem Abend durch 1.Bürgermeister Johann Völkl enthüllt.   
Bilder zu dieser Veranstaltung

Die Wehr hatte 2010 einen Brandeinsatz in Roßtal, zwei Ölspuren und drei Hochwassereinsätze.

2011:  Die Wehr wurde nach Straßburg durch den Europa Abgeordneten Martin Kastler das er an unseren 125 jährigen 
Jubiläum versprach eingeladen.
Wir erlebten 3 Ereignisreiche Tage im Europaparlament und in der Stadt.
Am 28.10.2011 wurde Jürgen Lober, Jürgen Jordan und Klaus Bär für 25 Jahre Aktiven Dienst von unseren Landrat Matthias Dießl geehrt.
Die Wehr hatte eine Ölspur zu beseitigen und zwei Hochwasser Einsätze und einen Unwetter Einsatz..

2012: fand unser Grillfest in Stöckach statt. Es wurden die Feste in Oberasbach und Deutenbach besucht.
Die Brandschutzwoche fand in der neu anglegten Firmenanlage der Familie Zehmeister statt. Es beteiligten sich 
alle Wehren des Marktes Roßtal.
Die Wehr wurde zu sechs kleineren Einsätzen gerufen.

2013: Betriebsbesichtigung der Firma Zehmeister. Es wurden die Feste in Buchschwabach und Buttendorf besucht. 
Die Wehr hatte insgesamt 10 Einsätze bewältigen.

2014: 
Großübung der Feuerwehren des Marktes Roßtal - 06. Juni 2014

Die Freiwilligen Feuerwehren des Marktes Roßtal üben regelmäßig die Zusammenarbeit an Objekten mit besonderen Herausforderungen. So wurde am Freitag abend für die Feuerwehren Buchschwabach, Buttendorf, Clarsbach-Raitersaich, Defersdorf, Großweismannsdorf, Neuses-Stöckach, Oedenreuth, Weitersdorf und Roßtal Übungsalarm ausgelöst.

Als Übungsobjekt wurde freundlicherweise ein landwirtschaftliches Anwesen zwischen Großweismannsdorf und Defersdorf zur Verfügung gestellt. Angenommen wurde ein Brand in der Futtermittelzubereitung. In diesem Bereich wurden vier Personen vermisst, die von den Einsatzkräften unter schwerem Atemschutz gerettet werden mussten. Da die Wasserversorgung in diesem Bereich schwierig werden könnte, wurden Landwirte mit Vakuumfässern hinzugezogen, das Zusammenspiel stellte sich als technisch nicht einfach dar - was wertvolle Erfahrungen für die Praxis brachte. Eine lange Schlauchleitung über 600 Meter Länge musste zusätzlich aufgebaut werden.
Mit eingebunden war das BRK der Bereitschaft Roßtal, die "verletzten" Personen wurden im Rettungswagen versorgt.
Damit die 130 Einsatzkräfte mit den 20 Fahrzeugen koordiniert eingesetzt werden konnten, wurde dem Einsatzleiter Stefan Perzinger durch Kräfte der "Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleiter" des Landkreises Fürth assistiert.
Die Kreisbrandinspektion war durch Kreisbrandmeister Peter Götschel vertreten.


Im Rahmen eines Kameradschaftsabends der FFW Neuses-Stöckach am 27.09.2014 wurden Klaus Eckstein für 25 Jahre, sowie Werner Bär und Norbert Distler für 40 Jahre aktiven Dienst im FFW Haus Neuses von Landrat Matthias Dießl geehrt.

1. Bürgermeister Johann Völkl überbrachte die Glückwünsche des Marktes Roßtal und ein Geschenk. KBI Frank Bauer überbrachte außerdem die Glückwünsche der Kreisbrandinspektion.
Es verstarb unser langjähriger 2. Kommandant und 2. Vorstand Georg Höng, sowie Leonhard Bär und Heinz Knan.
Die Wehr hatte vier Einsätze zu bewältigen.

2015: Neuwahlen waren angesagt, es gab keine Veränderung.
- 1. Kommandant Karl Heinz Pröger
- 2. Kommandant Kurt Krause
- 1. Vorsitzender Herbert Ostertag
- 2. Vorsitzender Werner Höng
- Schriftführer Jürgen Lober
- Kassenwart Leonhard Zehmeister



 
 
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